(Musik & Text: MinnePack)

Auf hoher See sind wir zuhaus, wir segeln schon seit Jahren.
Nur selten fahr‘n aufs Land wir raus, wenn wir vor Hunger darben.
Der König hat uns ausgesandt, auf Jagd uns zu begeben,
seitdem sind wir am Weltenrand in ruhelosem Streben.
Mit Netzen, Fesseln, Pfeilen, so harr‘n wir Tag und Nacht,
doch viele Tausend Meilen haben uns nichts eingebracht.

(Heyja-heyja-hey) Der König hat's uns aufgetragen,
(Heyja-heyja-heyja) für ihn riskier'n wir Kopf und Kragen!
(Heyja-heyja-hey) Wir sollen seine Braut erjagen
(Heyja-heyja-heyja) und nicht mehr ruh'n, bis wir sie haben!
(Heyja-heyja-hey) Die Herrin der Nixen hat er auserkor'n,
(Heyja-heyja-heyja) doch hör‘n wir sie singen sind wir verlor‘n

Der König war ein junger Mann, er reiste mit den Winden.
Als er verfiel der Nixe Bann, konnt' Ruh' er nicht mehr finden.
Seitdem ist nun besessen er, würd' alles für sie geben,
schickt Häscher zahllos übers Meer, die oft verlor'n ihr Leben.
Zu allen wachen Stunden verzehrt er sich nach ihr,
kann niemals mehr gesunden von seiner unheilvollen Gier.

(Heyja-heyja-hey) Der König hat's uns aufgetragen, ...

Die Hoffnung scheint verloren schon, da klingt es aus den Tiefen:
„Was soll ich neben Eurem Thron, wenn mich die Gezeiten riefen?!
So Ihr mich liebet, lasst mich zieh‘n und singen in den Meeren!
Ich will doch nicht mehr vor Euch flieh‘n und Eure Schiffe verheeren!
So würd‘ ich Euch besuchen einmal in jedem Jahr,
mit einem Lied versuchen, den Zauber Euch zu offenbar‘n!‟

(Heyja-heyja-hey) Der König hat's uns aufgetragen, ...

Als der König ihre Worte hört, erzürnt ihn sehr ihr Flehen:
„Wenn sie mich nicht zu lieben schwört, will ich sie sterben sehen!‟
So ist es dann der König selbst, der mit uns geht auf Reisen
und eines Tages dann im Herbst schießt einen Pfeil aus Eisen.
Als tot sie sinkt zu Boden, reißt auf des Meeres Schlund.
Die Fluten um uns toben, zieh'n uns auf den tiefsten Grund.

(Heyja-heyja-hey) Zur Herrin der Meere war sie auserkor'n
(Heyja-heyja-heyja) und mit ihrem Mörder sind wir verlor'n.