(Musik & Text: L. Jordan, C. Aigner & MinnePack)

 

Ein Bursche dereinst des nächtens ging zum Kammerfenster der Liebsten hin.
Ihr Häuslein, das lag an der Würm im Wald. Den Jüngling, ihn fror, denn es war bitterkalt.

Ein Schimmer durchbrach die dunkle Nacht aus ihrem Fenster: Sie war noch wach!
Er lugte hinein und was er dort sah: Sie flocht einen Strohbund und sang wunderbar!

„Ich schmück' mein Stroh, denn heut wird sich's zeigen, wenn ich fliege höher und höher hinauf,
zu tanzen am Blocksberg den Liebesreigen! Ich flieg' mit meinem Besen hinauf!

Ich fliege höher, höher, immer höher, weiter, weiter, immer weiter,
tiefer, tiefer, immer tiefer in die schwarze Nacht hinein!‟

Und als er dort stand, sein Sehnen wurd' mehr. Nach kurzem Zögern klopfte er.
Sie küsste ihn zärtlich und zog ihn heran. Er fragte die Liebste, ob er mitkommen kann.

Sie nahm seine Hand und führte ihn geheimnisvoll lächelnd zum Strohbesen hin.
Dort holte die Maid eine Salbe hervor, bestrich ihre Nasen, dann sie ihn beschwor:

„Ab jetzt, mein Geliebter, musst Du schweigen, wenn wir fliegen höher und höher hinauf,
zu tanzen am Blocksberg den Liebesreigen! Nimm meine Hand, wir steigen auf!

Wir fliegen höher, höher, immer höher, ..."

Doch so wild wurd' der Ritt, dass der Bursche laut schrie. Drauf fiel er zu Boden, verlor'n die Magie!
Er rief ihr noch nach, doch sie schaut' nicht zurück, nur weiter sie flog, entschwand seinem Blick.

Er fragte die Leute, wo er denn wär'. Der Weg in die Heimat war lang und schwer.
Zwei Wochen und mehr zogen ins Land, bis endlich der Jüngling nach Hause fand.

 Er ging zu der Hexe, war wütend wie nie, doch während er schimpfte, lachte sie:
„Nur Du ganz allein bist schuld daran! Die Strafe für den, der nicht hören kann!

Ich sagte: ‚Geliebter, Du musst schweigen, wenn wir fliegen höher und höher hinauf,
zu tanzen am Blocksberg den Liebesreigen!‘, Du selbst stiegst auf den Besen auf!

Du wolltest höher, höher, immer höher, ...‟