(Musik & Text: MinnePack)

 

Es trug sich zu einst in der Nacht, dass spät wer klopfte an mein Tor.
Hätt' ich nur niemals aufgemacht! Gevatter Tod stand stumm davor.
Zum Sensenmann ich schließlich sprach: „Sehr gerne ließ' ich Dich ins Haus,
doch lag ich schon im Schlafgemach, muss morgen leider sehr früh raus.‟

Er sagte: „Hei-ho-hei, mir ist es einerlei! Hei-ho-hei, Dein Leben ist vorbei!‟

 

Dann stand er da, sprach keinen Ton. Die Sense blitzt' im Mondenschein.
So fragt' ich ihn, ob er denn schon kennt mein altes Mägdelein.
„Sie kann schon nicht mehr richtig gehn, in ihren Händen tobt die Gicht,
kann leider auch fast nichts mehr sehn und gottesfürchtig ist sie nicht!‟

Hei-ho-hei, mir ist es einerlei! ...‟

„Gevatter Tod, ich kann verstehn, dass Du heut' brauchst 'nen toten Leib.
Wirst Du nun gleich von dannen gehn, dann nimm statt meiner doch mein Weib!
Sie ist verlogen, niemals treu, denn glaub ich, dass so mancher Mann
sich wälzte nackt mit ihr im Heu, was mein Herz nicht ertragen kann.‟

Hei-ho-hei, mir ist es einerlei! ...‟

„Es stimmt Dein Weib ist ohne Ehr', wird sicher in der Hölle schmor'n.
Doch Dir mein Freund nutzt das nichts mehr, das Leben hast heut' Du verlor'n!
Weil tot und fast schon kalt Du bist, verrat' ich Dir, dass heute Nacht
Dein liebes Weib mit schlauer List und Gift Dich um die Ecke gebracht!‟

„Nein!‟ „Doch!‟ „Oh!‟

Hei-ho-hei, mir ist es einerlei! ...‟